my World/Lyconet! Von „Länderpaketen“ über „Costumer Cloud“ zur „Enterprise Cloud“.

Mit Lyconet hat die Klägerin 2014 die sog. Customer Clouds ins Leben gerufen. Vertragspartner ist nach wie vor die Lyoness Europe AG. Die von Lyoness angebotenen Customer Clouds funktionieren auf die gleiche Art wie die Rabattgutscheine, mit dem Unterschied, dass die Rückzahlung auf dem Umsatz von Mitgliedern außerhalb des Netzwerkes des Mitgliedes beruht.

Es gibt mittlerweile folgende Clouds: Austrian Customer Cloud, South East 1 Customer Cloud, South East 2 Customer Cloud, Italian Customer Cloud, Polish Customer Cloud, Nordic Customer Cloud, Slovakian & Czech Customer Cloud, Spanish and Portuguese Customer Cloud, German Customer Cloud.

Die Clouds entsprechen den früheren Länderpaketen, nur das Wording hat sich geändert.

Bei den Länderpaketen gab die Klägerin vor, auch in anderen Ländern eine Einkaufsgemeinschaft aufzuziehen. Durch das Investment sollten den Kapitalgebern automatisch die in den betreffenden Ländern (bzw. Kontinenten) gewonnenen neuen Lyoness-Kunden zugeteilt werden und die Investoren sollten an den Einkäufen der internationalen Kunden mitverdienen. Dazu müsse man nur ein Businesspaket erwerben und könne dann in diese „Boom-Märkte“ investieren. In periodischen Abständen wurde ein Länderpaket nach dem anderen angeboten, wie beispielsweise Amerika (I und II), Middle East & Africa, Asien, Indien, Brasilien, Mexiko, Südafrika usw. usf. Es gab Buchungszeiträume und um möglichst vorne dabei zu sein, sollte man die Länderpakete auch entsprechend früh zeichnen. Im Gegensatz zum Businesspaket sei die Anwerbung von Mitgliedern nicht erforderlich, das könne man im Ausland ja auch gar nicht.

Die Realität sah aber anders aus: Bei allen Investments mussten auch weitere Kapitalgeber angeworben werden, um einen Gewinnanspruch zu haben, wodurch das Schneeballsystem perfekt ist.

Detto bei den Customer Clouds:

Der Investor der Customer Cloud heißt nunmehr “Sponsor”. Der Ausdruck Sponsor ist in diesem Zusammenhang sogar richtig, weil die Zahler nicht rückzahlbare Zahlungen an Lyoness leisten   und somit Lyoness sponsern. In dieser Cloud sollen sich Lyoness-Mitglieder befinden, welche Einkäufe (worunter vor allem auch Zahlungen an Lyoness fallen) tätigen und von diesen Einkaufsumsätzen soll der Sponsor eine prozentuelle Vergütung erhalten. Die Cloud, also die Summe ausgewählter Lyoness-Mitglieder, soll sich aus Kunden der Lyoness Website und Kunden diverser Kooperationen zusammensetzen. Doch welche Kunden zu einer Kooperation zählen, ist unbestimmt und nicht objektivierbar. Was Kunden der Lyoness Website sein sollen, ist völlig unklar. Die Cloud ist somit jedenfalls – wohl bewusst – eine unbestimmte Größe, da nicht einmal konkret definiert ist, welche und wie viele Mitglieder sich in ihr befinden sollen.

Die Clouds sind somit mit den bisherigen Länderbeteiligungen völlig ident, denn da wie dort soll der Einzahler (Investor, Sponsor) durch Leistung eines Kapitaleinsatzes an den Einkaufsumsätzen der Lyoness-Mitglieder in bestimmten Ländern bzw. einem bestimmten Pool mitverdienen.

Die Kunden der Clouds sollen durch ihre Einkäufe Shopping Points (SP) produzieren und das daraus resultierende SP-Volumen wird anteilig auf alle Sponsoren (teilnehmende Marketer) verteilt.

Der springende Punkt an diesem DKT-Spiel ist, dass die Sponsoren über Anzahl der Kunden und auch Händler (sog. Partnerunternehmen) getäuscht werden. Die Sponsoren leisten Zahlungen an Lyoness, da ihnen vermittelt wird, dass eine enorme Zahl von Kunden bereitsteht, welche bei einer ebenso großen Zahl an Lyoness-Vertragshändlern einkaufen werden.

In diesem Pool sind dann etwa

  • Mitglieder des Cashback World Programms
  • Kunden aus White Label-Kooperationen
  • Kunden der Key-Account-Kooperationen
  • Kunden aus weiteren Kooperationen

Also mit einem Wort ein unbestimmter und unbestimmbarer Kundenkreis, an deren Einkäufen der Sponsor der Customer Cloud mitverdienen soll.

Jedenfalls kosten diese Clouds natürlich Geld, wobei völlig unbestimmt ist, welche Gegenleistung man erwarten darf.

Voraussetzung für die Teilnahme an der Cloud ist der Erwerb eines sog. Limited Edition Discount Vouchers. Der Preis pro Limited Edition Discount Voucher beträgt € 1.500,00 pro Stück. Es gibt eine limitierte Auflage sowie Zeichnungsfristen. War bei den Länderpaketen das Businesspaket Voraussetzung, muss man nun den „Limited Edition Discount Voucher“ (Rabattgutschein) vorab kaufen, um teilnehmen zu können. Der Erwerb des Limited Edition Discount Vouchers berechtigt zur befristeten Teilnahme an der Customer Cloud.

Lyoness übernimmt keinerlei Gewähr über Umfang und Ausmaß barer und unbarer Vorteile, die durch die Teilnahme an der Customer Cloud entstehen können.

Zusammenfassend muss daher festgehalten werden, die Vouchers für die Customers Clouds sind nichts anderes als die Fortsetzung der Anzahlungen in Länderbeteiligungen. Die Einzahler werden über Anzahl der Kunden und Händler und über die Gewinnchancen getäuscht, damit sie einen Kapitaleinsatz leisten.

Bereits bei den Länderpaketen wurde passives Einkommen versprochen, wie sich allerdings herausstellte, mussten allerdings weitere Mitglieder vom Kapitalgeber oder dessen Lifeline angeworben werden, damit eine Gewinnberechtigung bestand.

Auch bei den Customer Clouds im System Lyconet verhält es sich nicht anders. Die Sponsoren müssen selbst weitere Sponsoren anwerben, damit sie Vorteile aus dem System erhalten.

(Quelle: RA Dr. Fromhold)

Enterprise Cloud 1 (EC1)

Im typischen Lyconet-Wording wird alles als noch großartiger und als noch nie dagewesen dargestellt. Diese modifizierte “Super-Cloud” übernimmt jetzt die bestehenden Cloud’s mit einer Laufzeit von 8 Jahren, der Cloud-Inhaber hat kaum eine Chance dem zu entkommen und auch hier wird suggeriert, dass es quasi keine Verluste geben kann.

Bei der neuen EC1 wird zunächst 48 Monate angespart, dann weitere 48 Monate im System belassen und schon hat man eine Menge an Geld verdient. Nach diesen 8 Jahren wird dann weiterhin monatlich ausbezahlt, unter der Bedingung, dass man mindestens 50 SPs monatlich an Einkäufen schafft oder ESP aktiv hält!

Ab Juni werden alle bisherigen LEDVs nicht mehr angeboten und die wenigen noch verfügbaren LEDV fließen in eine noch großartigere Global Enterprise Cloud! Hierzu zu einem späteren Zeitpunkt mehr!

Natürlich werde ich hier wieder sehr viel Kritik und Beschimpfungen von “Lyconet-Jüngern” erhalten, aber vielleicht schafft es ja einer der Kritiker einmal, mit nachvollziehbaren belegten Zahlen, die nicht von myWorld/Lyconet selbst verfasst wurden, gegenteiliges zu belegen.  

 

3 replies
  1. Roflmiez
    Roflmiez says:

    War gestern bei einer Infoveranstaltung von lyconet. Die clouds werden 4 Jahre angespart und danach ausbezahlt.

    Reply
  2. Stein
    Stein says:

    Hi I recently found your website, and read your latest post. Very detailed and honest blog. I feel we are in the same boat. The whole concept is brilliant by having 1 card for everything, but they are really messing things up the way they marketing now. Marketers are hyping aggressively the system, units and the clouds when they instead should recruit new merchant partners.
    It became illegal in Norway because youth have been recommended to take loan to buy customer clouds and the aggressively marketing.
    I am a Norwegian marketer, but I do not like the way they are handling it now. I tried to talk to them reasonably, but then they answered me like:
    That’s because you look for negative things. And stuff like that. Hey, my upline tried to convince me to buy a computer for 1800€ so both she and I could buy an extra cloud unit. What the fuck? Then I almost contacted Kripos…

    I’d like to discuss with you if you’d like to

    Cheers

    Reply
    • rolli
      rolli says:

      Ciao ora in Italia che sai bene detenere l’80% dei fessi che hanno creduto in Lyoness/Lyconet e le varie sigle. Ora è sotto accusa da Antitrust per sistema piramidale e sistema Ponzi. Purtroppo, l’Europa è una farsa anche per questo. Se fosse veramente Unita Lyoness non avrebbe potuto seminare vittime
      in altri 46 Paes. Perchè in Austria doveva già essere sterminata. E dopo gli altri Paesi dovevano essere subito allertati e subito bloccare questa Azienda quando entrava in un altro qualsiasi Paese. Invece ha continuato a intascare tanto denaro, quasi da diventare potente e forse non attaccabile?

      Reply

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